Gesellschaftskritisches Tutorium zu kritischer Pädagogik

Wir bieten in diesem Semester ein gesellschaftskritisches Tutorium über das Kulturkursprogramm des AStA der Uni Hamburg an.

Pädagogik scheint auf den ersten Blick – obwohl sie sich die menschliche Emanzipation auf die Fahnen geschrieben hat – für tatsächliche Emanzipationsversuche oft eher unbrauchbar. Schule, Kindergarten und ständiger Zwang zum Kompetenzerwerb in der Erwachsenenbildung sind zumindest für die meisten von uns vor allem Momente der Disziplinierung, Konkurrenz und des Leistungsdrucks. Die ständige liberale Leier, dass nur genügend Bildung gesellschaftliche Probleme von sozialer Ungleichheit bis rechte Gewalt lösen könnte, glaubt auch kaum mehr jemand. Aber für jeden Versuch der Emanzipation stellt sich die Frage, wie sich darin auch die einzelne Menschen emanzipieren können. Schließlich sind es konkrete Einzelne, die gesellschaftliche Verbesserungen erstreiten und neue Formen des Zusammenlebens entwerfen. Weltveränderung geht mit einer Veränderung des Selbst Hand in Hand – und damit ist die Pädagogik doch wieder Zentrum jeder gesellschaftskritischen Beschäftigung.

Wir wollen uns alle zwei Wochen treffen um uns durch die Geschichte revolutionärer, sozialistischer und subversiver Pädagogik zu graben. Dabei wollen wir uns auf die Suche begeben nach einer materialistischen Begründung von Pädagogik und nach pädagogischen Entwürfen, die der bürgerlichen Ideologie von Pädagogik als Allheilmittel nicht aufsitzen.

mehr Infos und die Anmeldung findet ihr hier:

https://www.asta.uni-hamburg.de/5-kulturkursprogramm/03-gesellschaftskritische-tutorien.html

Eigenständige jugendpolitische Perspektive auf die Corona-Pandemie: Wir brauchen eine Öffnungsstrategie für Jugendverbände sowie für Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten

Die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind weiterhin eine große Belastung für junge Menschen. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund. Zu diesem Ergebnis kommt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in ihrer zweiten COPSY-Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Verlauf der Corona-Pandemie. Aufgrund des erwiesenen Handlungsbedarfs bekräftigen wir als Landesjugendring Hamburg unseren Ruf nach einer eigenständigen jugendpolitischen Perspektive auf die Corona-Pandemie. 

Wir wollen an der bisherigen politischen Anerkennung für die Notwendigkeit der Jugendarbeit auch in Krisenzeiten anknüpfen. Die politische Entscheidung in Hamburg, die Jugendverbände als Bildungseinrichtungen unter Auflagen offen zu halten, war richtig und wertvoll. Mit dem entgegengebrachten Vertrauen gehen wir gewissenhaft um. Gruppenstunden, Zeltlager/Freizeiten, Schulungen für Jugendgruppenleiter*innen und Vorstandssitzungen finden überwiegend digital statt. Für die wenigen nicht digitalen Treffen haben wir sichere Hygienekonzepte. Von einem normalen Jugendverbandsalltag sind wir jedoch sehr weit entfernt. Momentan sind Jugendverbände als Freiräume und Bildungsorte für Kinder und Jugendliche nur eingeschränkt nutzbar. 

Um diesen Notbetrieb bei sinkenden Fallzahlen, einer wachsenden Impfquote und neuen Testmöglichkeiten schrittweise und sicher verlassen zu können, fordern wir in Anlehnung an den Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 10. Februar 2021 eine Öffnungsstrategie für Jugendverbände sowie für Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten als Bildungsorte für Kinder und Jugendliche. Diese müsste unserer Einschätzung nach folgende Punkte beinhalten: 

• Die Schaffung eines Experten-Gremiums, das unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Jugendverbänden und Expert*innen (Virologen, Juristen, Jugendforscher*innen, Vertreter*innen von Trägern von Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten etc.) diese Öffnungsstrategie entwickelt und die Stufen der Öffnung vorschlägt. 

• Verbindliche bundesweite Absprachen/Regelungen für Bundesländer übergreifende Angebote der Kinder- und Jugendarbeit (z. B. Freizeiten) im Sommer bis Ende März 2021.

• Die Einbindung von PCR-Tests und Schnelltests zur Selbstanwendung in die Öffnungsstrategie für Jugendverbände und die Übernahme der damit entstehenden Kosten. Ferner sollen Jugendleiter*innen bei der Fortschreibung der Coronavirus-Impfverordnung berücksichtigt werden.

• Die Berücksichtigung der umgebenden Strukturen und Dienstleistungen der Jugendverbandsarbeit in der Öffnungsstrategie. Es braucht beispielsweise Ausnahmegenehmigungen für die Durchführung von Veranstaltungen, für die Verpflegung von Jugendgruppen auf Zeltlagern und Freizeiten oder für Busunternehmen und den Transport von Jugendgruppen.    

• Einen vereinfachten Zugang zu großen Räumen für Aktivitäten der Jugendverbände in aktuell geschlossenen städtischen Einrichtungen wie Museen.


• Die fachliche und finanzielle Unterstützung bei der bereits begonnenen Digitalisierung der Jugendverbandsarbeit und in Fragen der technischen Ausstattung, des Datenschutzes und der pädagogischen Nutzung und Reflexion digitaler Medien.

• Eine erneute Verlängerung der „coronabedingten Änderung der Anwendung des Landesförderplans“, um in der Phase bis zur uneingeschränkten Öffnung der Jugendverbände Angebote weiterhin realisieren zu können.

• Gleiches gilt für das „Sonderprogramm“ und die Überbrückungshilfen für Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten. Ein Verlust dieser Infrastruktur gefährdet die Jugendverbände als Ganzes und muss unbedingt abgewendet werden.

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Positionspapier des LJR-Vorstandes vom 18. Februar 2021

ANTIFASCHISTISCHES GEDENKCAMP

12.-16. Mai 2021 – Für Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren in Blomberg

War die Lage schon vorher dramatisch, zeigten uns die Anschläge von Hanau und Halle, sowie der Mord an Walter Lübcke und die anhaltenden Skandale in deutschen Sicherheitsbehörden, wie es um unsere gesellschaftliche Situation bestellt ist. Wir wollen uns mit diesem Camp daher den Raum und die Zeit geben, unsere inhaltliche Auseinandersetzung mit dem rechten Terror und unserer antifaschistischen Gedenkarbeit für die Opfer zu vertiefen, sowie pädagogische und politische Perspektiven zu entwickeln. Wir wollen das an einem Ort tun, der wie kein anderer für die Praxis unserer sozialistischen Kinder- und Jugendverbandsarbeit steht: Dem Zeltlager.

Wir werden gemeinsam lernen, diskutieren, analysieren, aber auch als Gemeinschaft zusammenkommen und die Solidarität feiern, die unsere antifaschistische Arbeit auszeichnet.

Wir wollen uns auf einem gemeinsames Vorbereitungsseminar in Hamburg am 25.4. (Achtung: geänderter Termin!) auf das Camp vorbereiten.
Wir gehen gerade davon aus, dass das Camp mit einem entsprechenden Hygienekonzept in Präsenz stattfinden kann. Sollte das Camp auf Grund der Corona-Situation abgesagt werden oder solltet ihr wegen Erkältungssymptomen nicht mitfahren können, entstehen euch keine Kosten. Genauere Informationen zu unserem Hygienekonzept bekommt ihr im Vorfeld der Veranstaltung.
Die Anreise zum Camp findet gemeinsam statt.

Meldet euch bis zum 24.04 mit diesem Anmeldebogen an:

Eigenständige jugendpolitische Perspektive auf die Corona-Pandemie

Wir brauchen eine Öffnungsstrategie für Jugendverbände sowie für Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten

Wir schließen uns der folgenden Position des Landesjugendringes Hamburg an:

Die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind weiterhin eine große Belastung für junge Menschen. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund. Zu diesem Ergebnis kommt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in ihrer zweiten COPSY-Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Verlauf der Corona-Pandemie. Aufgrund des erwiesenen Handlungsbedarfs bekräftigen wir als Landesjugendring Hamburg unseren Ruf nach einer eigenständigen jugendpolitischen Perspektive auf die Corona-Pandemie. 

Wir wollen an der bisherigen politischen Anerkennung für die Notwendigkeit der Jugendarbeit auch in Krisenzeiten anknüpfen. Die politische Entscheidung in Hamburg, die Jugendverbände als Bildungseinrichtungen unter Auflagen offen zu halten, war richtig und wertvoll. Mit dem entgegengebrachten Vertrauen gehen wir gewissenhaft um. Gruppenstunden, Zeltlager/Freizeiten, Schulungen für Jugendgruppenleiter*innen und Vorstandssitzungen finden überwiegend digital statt. Für die wenigen nicht digitalen Treffen haben wir sichere Hygienekonzepte. Von einem normalen Jugendverbandsalltag sind wir jedoch sehr weit entfernt. Momentan sind Jugendverbände als Freiräume und Bildungsorte für Kinder und Jugendliche nur eingeschränkt nutzbar. 

Um diesen Notbetrieb bei sinkenden Fallzahlen, einer wachsenden Impfquote und neuen Testmöglichkeiten schrittweise und sicher verlassen zu können, fordern wir in Anlehnung an den Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 10. Februar 2021 eine Öffnungsstrategie für Jugendverbände sowie für Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten als Bildungsorte für Kinder und Jugendliche. Diese müsste unserer Einschätzung nach folgende Punkte beinhalten: 

• Die Schaffung eines Experten-Gremiums, das unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Jugendverbänden und Expert*innen (Virologen, Juristen, Jugendforscher*innen, Vertreter*innen von Trägern von Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten etc.) diese Öffnungsstrategie entwickelt und die Stufen der Öffnung vorschlägt. 

• Verbindliche bundesweite Absprachen/Regelungen für Bundesländer übergreifende Angebote der Kinder- und Jugendarbeit (z. B. Freizeiten) im Sommer bis Ende März 2021.

• Die Einbindung von PCR-Tests und Schnelltests zur Selbstanwendung in die Öffnungsstrategie für Jugendverbände und die Übernahme der damit entstehenden Kosten. Ferner sollen Jugendleiter*innen bei der Fortschreibung der Coronavirus-Impfverordnung berücksichtigt werden.

• Die Berücksichtigung der umgebenden Strukturen und Dienstleistungen der Jugendverbandsarbeit in der Öffnungsstrategie. Es braucht beispielsweise Ausnahmegenehmigungen für die Durchführung von Veranstaltungen, für die Verpflegung von Jugendgruppen auf Zeltlagern und Freizeiten oder für Busunternehmen und den Transport von Jugendgruppen.    

• Einen vereinfachten Zugang zu großen Räumen für Aktivitäten der Jugendverbände in aktuell geschlossenen städtischen Einrichtungen wie Museen.


• Die fachliche und finanzielle Unterstützung bei der bereits begonnenen Digitalisierung der Jugendverbandsarbeit und in Fragen der technischen Ausstattung, des Datenschutzes und der pädagogischen Nutzung und Reflexion digitaler Medien.

• Eine erneute Verlängerung der „coronabedingten Änderung der Anwendung des Landesförderplans“, um in der Phase bis zur uneingeschränkten Öffnung der Jugendverbände Angebote weiterhin realisieren zu können.

• Gleiches gilt für das „Sonderprogramm“ und die Überbrückungshilfen für Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten. Ein Verlust dieser Infrastruktur gefährdet die Jugendverbände als Ganzes und muss unbedingt abgewendet werden.

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Positionspapier des LJR-Vorstandes vom 18. Februar 2021

„Die Krise steckt im System! – Ohne uns steht die Welt still“

Der 8. März ist der internationale Frauenkampftag. Seit Jahrzehnten gehen wir an diesem Tag auf die Straße, um die gesellschaftlichen Missstände sichtbar zu machen, denen wir täglich ausgesetzt sind. Dabei sind wir – Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre und trans Personen – Teil einer internationalen Bewegung. Auch im letzten Jahr sind am 8. März Millionen Menschen weltweit für Gleichberechtigung auf die Straße gegangen. Allein in Hamburg waren es mehrere tausend Teilnehmer:innen. Diese Erfolge werden wir 2021 hier und in aller Welt weiterführen. Auch wenn wir durch Covid-19 unser Leben einschränken und auf die Reduzierung von Kontakten achten müssen, werden wir mit genügend Abstand und einem Mund-Nasen-Schutz auf die Straße gehen und unsere unbezahlte Arbeit bestreiken!

Kommt zu diesem Anlass zu unserer Kundgebung am 8. März ab 17 Uhr auf dem Stübenplatz!

Kundgebung für Kinder
Damit Ihr auch mit euren Kindern an der Kundgebung teilnehmen könnt, wollen wir auch Möglichkeiten bieten, dass ihnen auf der Kundgebung nicht langweilig wird. Dazu wird uns der FalkenFlitzer, das Spielmobil der Falken, Material zum Toben und Spielen bereitstellen. Wir wollen, dass Kinder einen angemessenen Platz auf der Kundgebung haben, können aber noch nicht sicher sein, ob die Polizei eine Spielaktion dulden wird. Wir werden uns für die Kinderbetreuung deshalb an der Kundgebung treffen und dann vor Ort entscheiden, ob wir bei der Kundgebung bleiben, oder gemeinsam auf den Spielplatz in der Mokrystraße gehen.
Für Nachfragen ist die verantwortliche Person unter 0178 / 2667140 erreichbar.

Den kompletten Aufruf des 8. März Streiks Hamburg findet Ihr hier: https://fstreikhamburg.org/aufruf-2021/

Falken Hausaufgabentreff

Du musst deine Hausaufgaben nicht alleine machen!

Hey DU!
Du bist gerade im Homeschooling und alleine Aufgaben machen fällt dir schwer? Bei deinen Hausaufgaben kommst du nicht weiter? Dann komm zur online Falken-Hausaufgabenhilfe! Jeden Dienstag kannst du dich von 17 bis 19 Uhr einloggen und mit anderen Kindern und Falken-Helfer*innen deine Hausaufgaben machen. Wir wollen uns zusammen motivieren und Fragen gemeinsam klären. Schreibe uns eine Nachricht über oder bei Instagram falken_hamburg und dann schicken wir dir den zoom Link .

Treffen mit dem Bundesverband zum Thema Jugendpolitik

am Samstag, den 6.  Februar 2021 von 11:00 bis 15:00 Uhr allerdings als Videokonferenz

Gemeinsam mit Euch möchten wir über die Jugendpolitik unseres Verbandes diskutieren. Dazu wollen wir uns über die kinder- und jugendpolitische Arbeit und deren Zielsetzungen austauschen. Es soll darum gehen, die Arbeit unseres Verbandes bewusster zu gestalten und die politischen, pädagogischen und jugendpolitischen Aktivitäten unseres Verbandes besser miteinander zu verzahnen, um uns gezielter und wirkungsvoller für Veränderung der Gesellschaft einsetzen zu können.

Wir schlagen Euch folgendes Programm für unser Treffen vor:

10:30 Uhr        Ankommen

11:00 Uhr        Begrüßung und Kennenlernen

11:15 Uhr        Austausch- und Vernetzungsphase zur jugendpolitischen Lage der vertretenen Gliederungen

Phase 1:         Allgemeiner Austausch zu den Fragen?

  • Welche jugendpolitischen Themen sind bei euch aktuell und welche Themen setzt ihr?
  • Wie seid ihr jugendpolitisch aufgestellt, wer ist bei euch in den jugendpolitischen Gremien vertreten und wie denkt ihr Jugendpolitik mit eurer allgemeinen Verbandspraxis zusammen?
  • Wie und mit wem vernetzt ihr euch?

12:30 Uhr        Mittagspause

13:00 Uhr        Workshopphase

Phase 2:         Auswirkungen von Corona auf die Jugend(verbands)arbeit und unsere Jugendpolitik

Workshop      Vorbereitung unserer Jugendpolitik und unserer Verbandspraxis auf die „Post-Coronazeit, Was tun, bevor die Kürzungen anstehen?

14:30 Uhr        Absprachen, Wünsche und Erwartungen an die KJBK

15:00 Uhr        Ende der Veranstaltung

Bitte meldet Euch unter dem Link: https://www.wir-falken.de/aktuelles/termine/event_30384.html  an.

Sozialistischer Schnack – Politik und Pädagogik bei den Falken


15.01.2021, 18:30 Uhr
online über GoToMeeting

Als sozialistische Jugendorganisation setzen sich die Falken für eine gerechtere, solidarische und freiere Gesellschaft ein. Ein Mittel dafür sehen wir in der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig wissen wir, dass erst die politische Arbeit diese Veränderungen auch praktisch umsetzen kann. Bei dem Sosch soll es um die Frage gehen, wie genau Politik und Pädagogik dabei ineinandergreifen müssen, wie politisch Pädagogik sein kann und wie eine pädagogische Perspektive auf politische Arbeit aussehen kann. Interessant dafür ist, wie sich unser Verständnis davon historisch entwickelt hat: Die Konzeption sozialistischer Erziehung bei den Falken hat sich entwickelt, als der Verband noch eng verbunden war mit dem gesamten sozialdemokratischen Milieu. Sie beruhte daher zum Teil auf der Aufgabenteilung zwischen Jugendverband (Pädagogik) und Partei (Politik). Diese Trennung war aber gerade von Seiten der Falken schon immer umstritten. Vor diesem Hintergrund wollen wir diskutieren, wie wir heute das Verhältnis von pädagogischer und politischer Arbeit gestalten wollen.

Meldet euch unter an, dann bekommt ihr den Zugangslink zugeschickt.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Hamburger Falken Veranstaltungsformats Sosch statt. Wir möchten mit dieser Veranstaltungsreihe eine kritische Auseinandersetzung mit den Zuständen dieser Gesellschaft voranbringen. Wir wollen gemeinsam diskutieren, von- und miteinander lernen und uns vernetzen. Wir wollen mit euch steile Thesen am 8imaginären)Tresen schmieden, das heißt nach dem Votrag wollen wir noch bei Heiß- oder Kaltgetränken gerne mit euch diskutieren und den Abend ausklingen lassen. Es ist kein Vorwissen nötig. Wir freuen uns auf euch!

Wenn ihr selbst Ideen für einen Input oder eine Diskussion für den Schosch habt, meldet euch im Landesbüro oder kommt zu den gemeinsamen Vorbereitungstreffen jeden zweiten Montag um 18:30 Uhr.

Helfer*innen-Schulung

Auch 2021 wollen wir uns gemeinsam zu pädagogischen Themen weiterbilden! Du bist schon erfahrene Gruppenhelfer*in bei den Falken oder möchtest es werden? Dann melde dich entweder für die gesamte JuLeiCa oder für einzelne Module an. Hier treffen erfahrene Helferinnen und Neulinge aufeinander und
bilden sich gemeinsam weiter, tauschen sich über Erfahrungen aus und vernetzen sich.


Ablauf Juleica

JuLeiCa steht für JugendLeiter*inCard. Sie berechtigt dich offiziell dazu Gruppenhelferin zu werden und dir werden wichtige Themen und Werkzeuge für deine pädagogische Arbeit vermittelt. Die JuLeiCa besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Außerdem muss zusätzlich ein 1. Hilfe Kurs besucht werden.
Für den theoretischen Teil der JuLeiCa 2021 musst du an dem Grundlagenwochenende, an zwei weiteren Modulen und an einer Weiterbildung zur Prävention sexualisierter Gewalt teilnehmen.

Grundlagenworkshop

29. – 31. Januar 2021 | Freitag 17:00 – 19:00 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils 10.30 –18.00 Uhr
Das Grundlagenwochenende ist für alle Personen, die die JuLeiCa machen möchten. An dem Wochenende setzen wir uns mit Rechten und Pflichten von Gruppenhelferinnen auseinander, mit Kommunikation, sozialistischer Erziehung und Gruppenarbeit. Über Möglichkeiten den Praxisteil zu machen werden wir auf dem Grundlagenwochenende sprechen. Das Wochenende wird voraussichtlich in Präsenz in Hamburg stattfinden (ohne Übernachtung). Die Teilnahme ist kostenlos.

Modul 1: Sexualpädagogik

13.02.21 | 10.30 – 18.00 Uhr
Grundlagen und Methoden zur Vermittlung von sexualpädagogischen Inhalten – Eine Einführung


Euch erwartet ein kleiner Input zu Vielfalt, Privilegien, Selbstbestimmung und Einvernehmlichkeit. Außerdem widmen wir uns der Selbstreflektion. Welche Ambivalenzen müssen wir möglicherweise aushalten? Wo setzen wir Grenzen?
Im weiteren Verlauf liegt der Schwerpunkt auf einer Auswahl von Methoden, die sich besonders im sexualpädagogischen Kontext eigenen. Darüber hinaus gehen wir auf die Gestaltung des Settings ein und was wir dafür brauchen.

Da wir nur begrenzt Zeit haben, geht es hier um die Vermittlung von Grundlagen – ohne den Anspruch auf Vollständigkeit. Grundsätzlich ist es wichtig eine eigene sexualpädagogische Haltung zu entwickeln, dieser Tag soll euch dafür eine Anregung sein.

mit Fränky vom Fuck Yeah Sexshopkollektiv, ausgebildete Sexualpädagogin.

Modul 2: Traumapädagogik

14.02.21 | 10.30 – 18.00 Uhr

Ein Trauma ist häufig die Folge einer normalen Reaktion des Menschen auf eine nicht normale Situation oder ein nicht normales Ereignis. Das können Kriegserlebnisse sein, starke Angst, das Mitansehen einer gewaltvollen Situation, ein Verkehrsunfall, der Verlust eines wichtigen Menschen und vieles mehr.

Leider ist es nicht immer möglich selbst wieder aus einem Trauma herauszukommen. Im Workshop werden wir deshalb versuchen gemeinsam zu überlegen, wie wir unsere pädagogische Arbeit z.B. in Gruppenstunden oder auf Zeltlager so gestallten können, dass traumatisierte Kinder und Jugendliche sich sicher und gut aufgehoben fühlen.

mit Lea Wengel

Modul 3: Geschlechterreflektierende Pädagogik

27.02.21 | 10.30 – 18.00 Uhr Einen Ankündigungstext könnt ihr demnächst auf der Falken-Website nachlesen. Das Modul ist kostenlos und wird online stattfinden.

Modul 4: Rassismuskritische Pädagogik

28.02.21 | 10.30 – 18.00 Uhr
Wir haben einen externe*n Referent*in eingeladen. Einen Ankündigungstext könnt ihr demnächst auf der Falken-Website nachlesen. Das Modul ist kostenlos und wird online stattfinden.

Prävention sexualisierter Gewalt

April 2021 | 10.30 – 18 Uhr
In der eintägigen Schulung werden Grundlagen zum Thema vermittelt. Vor allem wollen wir uns aber das Präventionskonzept und das Interventionskonzept des Landesverbands bei Fällen von sexualisierter Gewalt gemeinsam erarbeiten, um Helfer*innen für einen adäquaten Umgang mit dem Thema zu qualifizieren. Wenn du am 11.04.21 keine Zeit hast, gibt es auch die Möglichkeit an der Multiplikator*innenschulung zu Prävention sexualisierter Gewalt teilzunehmen.

Multiplikator*innenschulung Prävention sex. Gewalt

11.-14.03.2021
Alternativ zur eintägigen Schulung im April kannst du auch das Wochenendseminar zu Prävention sexualisierter Gewalt besuchen. Hier
haben wir Raum, uns ausführlicher mit Hintergründen sexueller Gewalt zu beschäftigen und auch einige Methoden, die in der Präventionsarbeit helfen können, kennenzulernen und auszuprobieren. Außerdem werden wir lernen, wie wir in Verdachtsfällen richtig intervenieren können.

Wenn ihr mitmachen wollt, meldet euch bis 11.01.2021 mit diesem Flyer an:

Hamburg hat ein Polizeiproblem

G20, Racial Profiling, Demonstrant*innen-Bekämpfung z.B. bei BLM am 6.6. oder der Gedenkkundgebung zu Hanau am 19.8., Datenabfragen zu missliebigen Personen undundund.

Für Betroffene ist klar: Die Polizei ist nicht Garant für Sicherheit, sondern Bedrohung für die unsere. Sie schützt nicht „die Guten“ vor „den Bösen“, sondern Privilegierte vor Allen, die tagtäglich gegen rassistische, patriarchale und ökonomische Gewalt ankämpfen müssen. Um uns vor Machtmissbrauch der Polizei zu schützen, muss nicht nur der Missbrauch effektiv verhindert werden, sondern die Polizei von vornherein in ihrer Macht eingeschränkt werden.

Seit Jahren geht es dabei genau in die falsche Richtung: Spätestens seit dem Schill-Senat hat sich ein Law-and-Order-Ansatz in der Hamburger Innenpolitik durchgesetzt, mit dem die immer weiter hochgerüstete Polizei nicht das Verbrechen, sondern die (migrantische) Bevölkerung bekämpft. Im Gegenzug wurden sozialstaatliche, solidarische, kulturelle und Bildungs-Institutionen, also genau die, die für (soziale) Sicherheit sorgen, immer schlechter finanziert.

Wir fordern stattdessen eine Trendumkehr, zu der folgendes gehört:

  • Sofortige und umfassende Ermittlungen zu den Datenabfragen am 17. Und 20.6.. Die Hintergründe müssen lückenlos aufgeklärt werden, alles andere läuft auf die Tolerierung rechtsradikaler Strukturen in der Polizei hinaus.
  • Transparent arbeitende, polizeiferne Ermittler*innen, die die Ermittlungen in Fällen übernehmen, in denen Polizist*innen involviert sind.
  • Eine Entmilitarisierung, Abrüstung und Verkleinerung der Polizei – das Geld ist in sozialen Sicherheitsnetzen wesentlich besser aufgehoben.
  • Die politisch Verantwortlichen, insbesondere Andy Grote und Ralf Meyer müssen den Weg für Veränderungen frei machen.
  • Ein Antidiskriminierungsgesetz nach Berliner Vorbild. 

Wenn die politischen Institutionen versagen, dann muss die Aufgabe der demokratischen Kontrolle der Polizei von unten, von unabhängigen Initiativen und von den Betroffenen selbst geleistet werden. Wir bleiben unbequem für das Polizeiproblem:

Am 19.12. rufen wir um 14 Uhr zur Kundgebung vor dem Polizeikommissariat in Billstedt auf!