22.07.2016: Heute vor fünf Jahren wurden unsere Genoss*innen der norwegischen AUF Opfer eines rechtsterroristischen Angriffes.

Mahnmahl auf Utøya
Mahnmahl auf Utøya

Am 22. Juli jährt sich zum fünften Mal das Attentat auf unsere norwegische Schwesterorganisation Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF) auf Utøya. 69 junge Menschen, die darüber diskutieren wollten, wie sie die Welt verändern und verbessern könnten, wurden vom Rechtsterroristen Anders Behring Breivik erschossen, weil sie Sozialist* innen waren.

Gerade in diesem Jahr sind an diesem Tag unsere Gedanken bei unseren ermordeten Genoss* innen, die an einem Sommerlager teilnahmen, wie wir es auch jeden Sommer tun. Unsere Gedanken sind bei ihren Angehörigen und bei unseren norwegischen Genoss* innen, die sich durch das schreckliche Attentat nicht in ihrer demokratischen Grundhaltung und politischen Überzeugung beirren ließen.

Breivik war zwar ein Einzeltäter, doch konnte seine Tat nur auf dem Nährboden einer Gesellschaft entstehen, in der die politische Rechte aus der sozialen Unsicherheit vieler Menschen Kapital schlägt und mit rassistischen Parolen Wahlen gewinnt. Und dieser Nährboden wird von Jahr zu Jahr größer. Daher ist unser Gedenken immer auch Mahnung.

Wir lassen uns von der menschenfeindlichen Ideologie der Rechtsextremen nicht einschüchtern, sondern setzen uns weiterhin für unsere Idee eines solidarischen und demokratischen Zusammenlebens ein! Gerade auch im Andenken und in der Solidarität mit unseren Genoss* innen lassen wir uns nicht beirren im Kampf gegen Rechts! Dieser Kampf ist international. Wir gehen auf die Straße gegen neue und alte Nazis. Wir bleiben laut gegen Rechts!

Seit 2011 gedenken wir jedes Jahr unseren toten Genoss* innen und verstehen dieses Gedenken auch als Mahnung. In diesem Jahr werden wir das in einem besonderen Rahmen tun, denn am 23. Juli beginnt das IFM-Camp: 2500 junge Menschen aus den Mitgliedsorganisationen der Internationalen Falkenbewegung (IFM-SEI) treffen sich in Reinwarzhofen, um darüber zu diskutieren, wie sie die Welt verändern können, so wie es unsere Genoss* innen der AUF getan haben. Zu Beginn unseres Zeltlagers werden wir mit einer kleinen Zeremonie unserer Genoss* innen gedenken, die so plötzlich aus dem Leben gerissen, so schrecklich ermordet wurden. Wir werden ein Grußwort des Vorsitzenden der AUF, Mani Hussaini, verlesen, an die Ziele und Haltungen der Opfer erinnern, aber auch nach vorne schauen und deutlich machen, dass unser Kampf für eine andere Welt weitergeht und wir uns nicht durch Gewalt einschüchtern lassen.