Chronik einer Abschiebung

Im Sommer 2012 wurden vier Kinder, die am Zeltlager der Hamburger Falken teilnahmen, von Hamburg nach Kumanovo in Mazedonien abgeschoben. Seitdem lebt die Familie in brutaler Armut und in absoluter Perspektivlosigkeit. Es wäre naiv zu glauben, dass die Familie in Mazedonien langfristig ein gutes Leben führen kann. Daran können auch Spenden nichts ändern. Die Diskriminierung von Roma in Mazedonien erstreckt sich auf alle Lebensbereiche. Sie macht es unmöglich einen Schulabschluss zu erlangen, eine Ausbildung zu absolvieren, einem Beruf nachzugehen, oder einfach nur in einer menschenwürdigen Umgebung zu leben. Viele Roma leiden unter den krank machenden Lebensumständen.

Die Hamburger Falken unterstützten die Familie seit der Abschiebung. Vor allem sammelten wir Spenden um der Familie eine kleines Haus finanzieren zu können, damit sie unabhängig von Mietzahlungen und Vermietern leben können. Außerdem konnten auf diese Weise der Schulbesuch und die Krankenversicherung der Familie finanziert werden.

Im Zusammenhang mit der Abschiebung und der Auseinandersetzung damit entstand außerdem ein Pixibuch mit dem Titel „Abgeschobene verschwinden nicht!“ in dem die Geschichte der Abschiebung auf einfache, auch für Kinder verständliche Weise dargestellt wird.

Außerdem organisierten die Hamburger Falken eine Internationale Begegnung. Wir fuhren nach Serbien und Mazedonien, trafen uns mit engagierten Gruppen und Menschen die in den Ländern versuchen die Situation für Roma zu verbessern und gegen die Diskriminierung anzukämpfen. Während unseres Aufenthaltes in Mazedonien besuchten wir auch die Kinder die noch das Jahr zuvor mit uns auf Zeltlager waren. In Kumanovo unterhielten uns mit Roma die in der Siedlung leben über die Perspektivlosigkeit und ihre Diskriminierungserfahrungen. Unsere Aufzeichnungen verarbeiteten wir in einer Fotoausstellung.