Sozialistischer Schnack – Politik und Pädagogik bei den Falken


15.01.2021, 18:30 Uhr
online über GoToMeeting

Als sozialistische Jugendorganisation setzen sich die Falken für eine gerechtere, solidarische und freiere Gesellschaft ein. Ein Mittel dafür sehen wir in der Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig wissen wir, dass erst die politische Arbeit diese Veränderungen auch praktisch umsetzen kann. Bei dem Sosch soll es um die Frage gehen, wie genau Politik und Pädagogik dabei ineinandergreifen müssen, wie politisch Pädagogik sein kann und wie eine pädagogische Perspektive auf politische Arbeit aussehen kann. Interessant dafür ist, wie sich unser Verständnis davon historisch entwickelt hat: Die Konzeption sozialistischer Erziehung bei den Falken hat sich entwickelt, als der Verband noch eng verbunden war mit dem gesamten sozialdemokratischen Milieu. Sie beruhte daher zum Teil auf der Aufgabenteilung zwischen Jugendverband (Pädagogik) und Partei (Politik). Diese Trennung war aber gerade von Seiten der Falken schon immer umstritten. Vor diesem Hintergrund wollen wir diskutieren, wie wir heute das Verhältnis von pädagogischer und politischer Arbeit gestalten wollen.

Meldet euch unter an, dann bekommt ihr den Zugangslink zugeschickt.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Hamburger Falken Veranstaltungsformats Sosch statt. Wir möchten mit dieser Veranstaltungsreihe eine kritische Auseinandersetzung mit den Zuständen dieser Gesellschaft voranbringen. Wir wollen gemeinsam diskutieren, von- und miteinander lernen und uns vernetzen. Wir wollen mit euch steile Thesen am 8imaginären)Tresen schmieden, das heißt nach dem Votrag wollen wir noch bei Heiß- oder Kaltgetränken gerne mit euch diskutieren und den Abend ausklingen lassen. Es ist kein Vorwissen nötig. Wir freuen uns auf euch!

Wenn ihr selbst Ideen für einen Input oder eine Diskussion für den Schosch habt, meldet euch im Landesbüro oder kommt zu den gemeinsamen Vorbereitungstreffen jeden zweiten Montag um 18:30 Uhr.

Helfer*innen-Schulung

Auch 2021 wollen wir uns gemeinsam zu pädagogischen Themen weiterbilden! Du bist schon erfahrene Gruppenhelfer*in bei den Falken oder möchtest es werden? Dann melde dich entweder für die gesamte JuLeiCa oder für einzelne Module an. Hier treffen erfahrene Helferinnen und Neulinge aufeinander und
bilden sich gemeinsam weiter, tauschen sich über Erfahrungen aus und vernetzen sich.


Ablauf Juleica

JuLeiCa steht für JugendLeiter*inCard. Sie berechtigt dich offiziell dazu Gruppenhelferin zu werden und dir werden wichtige Themen und Werkzeuge für deine pädagogische Arbeit vermittelt. Die JuLeiCa besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Außerdem muss zusätzlich ein 1. Hilfe Kurs besucht werden.
Für den theoretischen Teil der JuLeiCa 2021 musst du an dem Grundlagenwochenende, an zwei weiteren Modulen und an einer Weiterbildung zur Prävention sexualisierter Gewalt teilnehmen.

Grundlagenworkshop

29. – 31. Januar 2021 | Freitag 17:00 – 19:00 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils 10.30 –18.00 Uhr
Das Grundlagenwochenende ist für alle Personen, die die JuLeiCa machen möchten. An dem Wochenende setzen wir uns mit Rechten und Pflichten von Gruppenhelferinnen auseinander, mit Kommunikation, sozialistischer Erziehung und Gruppenarbeit. Über Möglichkeiten den Praxisteil zu machen werden wir auf dem Grundlagenwochenende sprechen. Das Wochenende wird voraussichtlich in Präsenz in Hamburg stattfinden (ohne Übernachtung). Die Teilnahme ist kostenlos.

Modul 1: Sexualpädagogik

13.02.21 | 10.30 – 18.00 Uhr
Wir haben einen externen Referentin eingeladen. Einen Ankündigungstext könnt ihr demnächst auf der Falken-Website nachlesen. Das Modul ist kostenlos und wird voraussichtlich online stattfinden.

Modul 2: Traumapädagogik

14.02.21 | 10.30 – 18.00 Uhr
Wir haben eine*n externe*n Referent*in eingeladen. Einen Ankündigungstext könnt ihr demnächst auf der Falken-Website nachlesen. Das Modul ist kostenlos und wird online stattfinden.

Modul 3: Geschlechterreflektierende Pädagogik

27.02.21 | 10.30 – 18.00 Uhr Einen Ankündigungstext könnt ihr demnächst auf der Falken-Website nachlesen. Das Modul ist kostenlos und wird online stattfinden.

Modul 4: Rassismuskritische Pädagogik

28.02.21 | 10.30 – 18.00 Uhr
Wir haben einen externe*n Referent*in eingeladen. Einen Ankündigungstext könnt ihr demnächst auf der Falken-Website nachlesen. Das Modul ist kostenlos und wird online stattfinden.

Prävention sexualisierter Gewalt

April 2021 | 10.30 – 18 Uhr
In der eintägigen Schulung werden Grundlagen zum Thema vermittelt. Vor allem wollen wir uns aber das Präventionskonzept und das Interventionskonzept des Landesverbands bei Fällen von sexualisierter Gewalt gemeinsam erarbeiten, um Helfer*innen für einen adäquaten Umgang mit dem Thema zu qualifizieren. Wenn du am 11.04.21 keine Zeit hast, gibt es auch die Möglichkeit an der Multiplikator*innenschulung zu Prävention sexualisierter Gewalt teilzunehmen.

Multiplikator*innenschulung Prävention sex. Gewalt

11.-14.03.2021
Alternativ zur eintägigen Schulung im April kannst du auch das Wochenendseminar zu Prävention sexualisierter Gewalt besuchen. Hier
haben wir Raum, uns ausführlicher mit Hintergründen sexueller Gewalt zu beschäftigen und auch einige Methoden, die in der Präventionsarbeit helfen können, kennenzulernen und auszuprobieren. Außerdem werden wir lernen, wie wir in Verdachtsfällen richtig intervenieren können.

Wenn ihr mitmachen wollt, meldet euch bis 11.01.2021 mit diesem Flyer an:

Hamburg hat ein Polizeiproblem

G20, Racial Profiling, Demonstrant*innen-Bekämpfung z.B. bei BLM am 6.6. oder der Gedenkkundgebung zu Hanau am 19.8., Datenabfragen zu missliebigen Personen undundund.

Für Betroffene ist klar: Die Polizei ist nicht Garant für Sicherheit, sondern Bedrohung für die unsere. Sie schützt nicht „die Guten“ vor „den Bösen“, sondern Privilegierte vor Allen, die tagtäglich gegen rassistische, patriarchale und ökonomische Gewalt ankämpfen müssen. Um uns vor Machtmissbrauch der Polizei zu schützen, muss nicht nur der Missbrauch effektiv verhindert werden, sondern die Polizei von vornherein in ihrer Macht eingeschränkt werden.

Seit Jahren geht es dabei genau in die falsche Richtung: Spätestens seit dem Schill-Senat hat sich ein Law-and-Order-Ansatz in der Hamburger Innenpolitik durchgesetzt, mit dem die immer weiter hochgerüstete Polizei nicht das Verbrechen, sondern die (migrantische) Bevölkerung bekämpft. Im Gegenzug wurden sozialstaatliche, solidarische, kulturelle und Bildungs-Institutionen, also genau die, die für (soziale) Sicherheit sorgen, immer schlechter finanziert.

Wir fordern stattdessen eine Trendumkehr, zu der folgendes gehört:

  • Sofortige und umfassende Ermittlungen zu den Datenabfragen am 17. Und 20.6.. Die Hintergründe müssen lückenlos aufgeklärt werden, alles andere läuft auf die Tolerierung rechtsradikaler Strukturen in der Polizei hinaus.
  • Transparent arbeitende, polizeiferne Ermittler*innen, die die Ermittlungen in Fällen übernehmen, in denen Polizist*innen involviert sind.
  • Eine Entmilitarisierung, Abrüstung und Verkleinerung der Polizei – das Geld ist in sozialen Sicherheitsnetzen wesentlich besser aufgehoben.
  • Die politisch Verantwortlichen, insbesondere Andy Grote und Ralf Meyer müssen den Weg für Veränderungen frei machen.
  • Ein Antidiskriminierungsgesetz nach Berliner Vorbild. 

Wenn die politischen Institutionen versagen, dann muss die Aufgabe der demokratischen Kontrolle der Polizei von unten, von unabhängigen Initiativen und von den Betroffenen selbst geleistet werden. Wir bleiben unbequem für das Polizeiproblem:

Am 19.12. rufen wir um 14 Uhr zur Kundgebung vor dem Polizeikommissariat in Billstedt auf!

Seminare

Verbandseinsteiger*innen | BKK-Seminar | Organisiert Euch! Seminar für junge Vorstände

Vom 13-15. November 2020 finden parallel wieder die drei Seminare im Salvador-Allende Haus statt.

Verbandseinsteiger*innen Seminar

Dieses Jahr findet wieder das Verbandseinsteiger*innenseminar statt- eine ultimative Einführung in den Verband, in die Geschichte, die Themen und die politisch-pädagogischen Ansätze der Falken. Der perfekte Ort um den Verband auf Bundesebene kennenzulernen! 

Neben einem kurzen Überblick über die Strukturen und Gremien des Verbandes sollen der Austausch mit anderen Genoss*innen, Unterstützungsangebote für die Arbeit vor Ort und Einführungsworkshops im Vordergrund stehen. Kennenlernen anderer, neuer und auch langjähriger Falken sowie ein Abendprogramm mit Austausch, Diskussionen, Pubquiz und Party sind eingeplant. Das Seminar richtet sich an Teilnehmer*innen, die im SJ- oder Helfer*innenalter in den Verband einsteigen. Das Seminar richtet sich an Teilnehmer*innen, die im SJ- oder Helfer*innenalter in den Verband einsteigen.

Organisiert Euch! Seminar für junge Vorstände

In unserer verbandlichen Arbeit sind wir immer wieder mit verschiedenen organisatorischen Fragen konfrontiert, die auf den ersten Blick wenig mit den politischen Themen verbunden scheinen, die wir als Sozialist*innen bearbeiten. Als Vorstandsmitglied steht der Abschaffung der Klassengesellschaft häufig eher die Bewirtschaftung von Fördermitteln, der Austausch mit den hauptamtlichen Genoss*innen oder auch der organisatorische Rahmen unserer Verbandsmaßnahmen auf der Tagesordnung.

Mit dieser Arbeit gewährleisten wir in der Regel, dass andere politische Arbeit möglich wird. Deshalb ist es nicht nur wichtig, dass jemand diese Aufgaben übernimmt, sondern auch möglichst gut darüber Bescheid weiß, wie diese am besten zu bewältigen sind. Um euch dabei zu unterstützen und euch das notwendige Wissen für die Arbeit vor Ort mitzugeben, gibt es dieses Wochenendseminar im Salvador-Allende-Haus.

Auf Folgende Workshops könnt ihr euch freuen:

  • Internationale Begegnungen
  • Haushalt lesen
  • Personalführung
  • Moderation
  • How to do sozialistische Jugendpolitik

In den Abendstunden wird es wie immer ein rundes Programm wie etwa ein Pubquiz geben, bei dem wir miteinander quatschen und Spaß haben werden. Stay tuned!

BKK-Seminar

Die Anforderungen an Vorstände, Kontrollkommissionen und Geschäftsführungen in unserem Verband und in den Vereinen sind sehr komplex und vielfältig. Sie erfordern umfangreiches Wissen und vielseitige Fähigkeiten. Die Fort- und Weiterbildung soll Ehrenamtliche in Vorständen und Kontrollkomissionen für ihre Arbeit und die damit verbundenen Anforderungen in satzungsgemäßer, gesetzlicher und steuerlicher Hinsicht fit machen. Dafür soll sie einen Überblick und Einstieg in die administrativen Tätigkeiten ermöglichen. Dabei folgen wir dem Ansatz, dass durch Wissen und Erfahrung in der Arbeit Gestaltungsspielräume entstehen, die ohne nicht vorhanden sind. Auch hauptamtlichen Genoss*innen, die mit Tätigkeiten in diesen Bereichen betraut sind möchten wir mit dem Seminar eine Fortbildungsmöglichkeit bieten.

Zur Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Wir empfehlen auch die wiederholte Teilnahme, da sich in manchen Bereichen durch Neuerungen auch Anpassungen in unserer Arbeit ergeben. In den kurzen Vorträgen und Modulen können wir Themen lediglich anreißen und Einstiege ermöglichen. Die Praxisübungen, die wir im Seminar eingeplant haben, werden nah an der jeweiligen Tätigkeit der Anwesenden ausgerichtet sein. Es werden konkrete Probleme in der Arbeit von Vorständen, Kontrollkom-missionen und Hauptamtlichen bearbeitet. Dabei werden wir Workshops anbieten, die sowohl nach Inhalt als auch nach Voraussetzung und Erfahrung differenziert sind.

Themen

•Etats planen, kontrollieren und steuern
•Buchhaltung für Nicht-Buchhalter*innen
•Jahresabschluss praktisch
•Kontenrahmen, Kostenstellen und Auswertungsaufbau
•Verband und Gemeinnützigkeit
•Personalverantwortung, Arbeitgeber*innenpflichten und Arbeitnehmer*innenrechte
•Mittel einwerben
•Datenschutz digital

Wenn ihr mitkommen wollt, meldet euch mit diesem Formular im Landesbüro an:

Städtefahrt nach Leipzig

vom 09. bis zum 14. Oktober wollen wir zusammen nach Leipzig fahren und uns dort mit dem Thema „Rechter Terror“ beschäftigen, was von der Stadt sehen und Falk*innen vor Ort besuchen.

Wenn du zwischen 15 und 21 Jahre alt bist und Lust hast mitzukommen, melde dich im Landesbüro oder per E-Mail unter

Anmeldeschluss ist der 21.09.

SJ-Zeltlager im Flörsbachtal

15.-25. Juli 2020

Nachdem wir die letzten Monate ziemlich alleine zu Haus verbracht haben, freuen wir uns sehr, dass wir diesen Sommer doch noch gemeinsam wegfahre können!

Auch wenn wegen Corona alles ein bisschen anders ist als sonst, wird unser Zeltlager bestimmt wunderschön.

Wir wollen zusammen mit euch eine Woche ins Flörsbachtal fahren und dort die Sonne genießen, uns endlich mal wiedersehen, zusammen Essen, Schwimmen gehen, Volleyball spielen und alles was euch sonst noch einfällt. Wie jedes Jahr gibt es auch wieder ein Camp-Thema, mit dem wir uns beschäftigen wollen. Dieses Jahr ist das Motto „Ich? Du? Er, Sie, Es?“. Wir wollen uns mit Geschlechtsidentität auseinandersetzen und mit den vielfältigen Formen von Freundschaft und Liebe die es gibt.

Damit unser Programm so vielfältig wie möglich wird, bauen wir darauf, dass auch Teilis, die sich das vorstellen können oder sich darin mal ausprobieren möchten Programmangebote machen.

Wegen Corona gibt es ein paar Einschränkungen. Wir können zum Beispiel nicht mit so vielen Leuten wegfahren wie sonst. Welche Regeln und Einschränkungen zum Schutz unserer Gesundheit und der aller anderen auf dem Zeltlager gelten sollen, könnt ihr in unserem Hygieneplan nachlesen.

Unser Zeltlager findet gemeinsam mit den Falken aus Hessen-Süd vom 15.7.-25.7.2020 im Flörsbachtal statt und ist für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 21 Jahren.

Die Anreise erfolgt mit dem Zug und mit dem Falkenbulli. Die Unterbringung findet in gemischtgeschlechtlichen Gruppenzelten statt. Verpflegung wird morgens, mittags und abends durch ein Küchenteam gestellt, wir unterstützen aber alle gemeinsam beim Kochen, Abwaschen und Putzen.

Da wir nur mit sehr wenigen Teilnehmenden wegfahren dürfen, sind auch nur noch wenige Plätze frei. Wenn ihr Lust habt mitzukommen, meldet euch so schnell wie möglich an

Fempowerment Seminar

Freitag, 25.09.2020 bis Sonntag, 27.09.2020

Ort: Camp Adventure in der Lüneburger Heide (Walsrode)

Hast du Lust ein ganzes Wochenende lang mit anderen Mädchen und Frauen kreativ zu sein und die Köpfe rauchen zu lassen? Dann komm zum FemPowerment der Falken.

Hier gibt es praktische Workshops, in denen wir Sachen ausprobieren können, die wir uns häufig eher nicht zutrauen. Außerdem wollen wir zusammen darüber diskutieren, was es bedeutet, in dieser Gesellschaft ein Mädchen oder eine Frau zu sein und wie wir uns gegen die damit verbundenen Zumutungen wehren können.

Workshops, gibt es unter anderem zu:

• Instagram / Selbstdarstellung / Body Positivity
• Neoliberale Vereinnahmung des Feminismus
• Grillen
• Vulva Art
• Geschichte migrantischer Frauen im deutschen Feminismus
• Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie
• DJ’ing
• Krav Maga
• Website-Design
… und vielem mehr!

Die Kosten sind wie immer 14€ für geringverdienende Mitglieder und 20€ für vollverdienende Mitglieder. Wenn ihr kein Mitglied seid kostet euch das Seminar 17€ bzw. 24€

Ausgerichtet wird das Seminar vom Bundesverband. Das heißt, wir können dort Falkinnen aus der ganzen Bundesrepublik treffen. Wir reisen gemeinsam aus Hamburg zu dem Seminar an.

Wenn du Lust hast mitzukommen, schick diese Anmeldung ausgefüllt ans Landesbüro (Güntherstraße 34, 22087 Hamburg)

Absage: LV Camp

Liebe Genoss*innen,

leider müssen wir unser jährliches LV Camp, das vom 29. Mai bis 01. Juni auf Föhr stattfinden sollte, absagen. Wir hoffen sehr, dass ihr alle nächstes Jahr wieder am Start seid!

Wir möchten euch außerdem ermutigen sich für die diesjährigen Sommerzeltlager anzumelden! Wir werden uns in irgendeiner Form (bestenfalls Zeltlager) im Sommer sehen.
Freundschaft!

Heraus zum 8.Mai-Streik!

Wir schließen uns den Forderungen des 8.Mai-Streikbündnis an und rufen für den 8.Mai zum Streik auf.

Denn:
„Alle fragilen Veränderungen des rassistischen Systems zugunsten der von Rassismus betroffenen Menschen wurden von ihnen selbst erkämpft. Unser Aktivismus und unsere Forderungen stehen in der Tradition derjenigen, die für uns den Weg geebnet haben, weil sie vor 1933, während des NS-Regimes und danach für ihre Rechte und für ein Leben in Würde gekämpft haben.“

Das Streikbündnis achter Mai fordert:

  1. Schnelle, bedingungslose, angemessene und niedrigschwellige finanzielle Entschädigungen für Opfer und Angehörige rechter, antisemitischer, anti-Schwarzer, anti-Rom_nja- und Sinte_zzi, antimuslimischer- und anderer Formen rassistischer Gewalt
  2. Schnelle, bedingungslose, angemessene und niedrigschwellige Hilfe für Opfer, Angehörige und Zeug_innen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, Diskriminierung und Verfolgung auf allen Ebenen
  3. Schutz von Versammlungsstätten und Gebetsräumen rassifizierter Menschen und von jüdischen Communities
  4. Verbindliche, staatlich nicht weisungsbefugte Kommissionen gegen Rassismus und Antisemitismus, die zivilgesellschaftlich und von Betroffenen organisiert sind
  5. Vollständige Aufklärung der NSU-Morde, Freigabe und Offenlegung aller unter Verschluss gehaltenen Akten, konsequente Verfolgung aller Akteur*innen, Unterstützenden und Mitwissenden, sowie die Einrichtung von Untersuchungsausschüssen in allen Bundesländern
  6. Aufklärung aller Angriffe, Tötungen und anderer Gewaltakte die sich gegen rassifizierte Menschen, Schwarze Menschen, Geflüchtete, Migrant_innen, Muslim_innen, Juden und Jüd_innen richtet
  7. Konsequente Aufklärung aller ungeklärten Todesfälle in Polizei-, Justiz- und Staatsgewahrsam und Entschädigung der hinterbliebenen Familien, z.B. Tonou Mbobda, Yaya Jabbi, Achidi John, N’deye Mareame Sarr, Christy Schwundeck, Oury Jalloh u.a.
  8. Beendigung von Racial Profiling-Praktiken bei Polizeien, Gerichten und Behörden. Stärkung der Rechte von Opfern von Racial Profiling und konsequente Ahndung von Racial Profiling
  9. Schaffung von qualitativen Erhebungen zur Nachvollziehbarkeit systemischer Rassismen im staatlichen Handeln von Ämtern, Behörden und Gerichten, sowie in Schulen, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt
  10. Die deutschlandweit flächendeckende Aufstockung und Regelfinanzierung für  Beratungsangebote für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
  11. Obligatorische rassismus- und antisemitismuskritische Aus- und Weiterbildungen für alle Akteure in Behörden, Polizei und Justiz, sowie im Bildungswesen
  12. Obligatorische und verbindliche Verankerung von Unterrichtseinheiten zu Kolonialismus und Neo-Kolonialismus, den historischen Wurzeln von Rassismus, Antisemitismus und ihrer verschiedenen historischen Entwicklungsformen und kontinuierlichen Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft, sowie der Auswirkungen von Privilegien in Lehr-, Ausbildungs- und Weiterbildungsplänen von Kitas, Schulen, Universitäten und Behörden
  13. Anerkennung aller deutschen Kolonialverbrechen und der widerrechtlichen Aneignungen bzw. Veräußerungen fremden Eigentums und entsprechend konsequente Reparationen
  14. Bedingungslose Rückgabe aller kolonial geraubten sterblichen Überreste und Kulturgüter und umfangreiche Provenienzforschung zur kolonialen Raubgeschichte
  15. Die konsequente Einbeziehung von Behindertenverbänden und ihrer Forderungen in die Gesetzgebung, sowie die Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderung, sowie Ausbau von Inklusionsmaßnahmen und selbstbestimmter Teilhabe
  16. Sofortige Auflösung von Geflüchtetenlagern an den Grenzen Europas
  17. Erleichterte Einreise für ALLE Menschen an EU-Grenzen ohne bürokratische Verzögerung
  18. Erweiterung und Stärkung des Rechts auf Asyl
  19. Bleiberecht für alle Menschen mit prekärem Aufenthaltsstatus
  20. Abschaffung von Lagerunterkünften für Geflüchtete, Abschaffung der Residenzpflicht, bessere Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen
  21. Achter Mai als nationaler Feiertag
  22. Konsequente Aufarbeitung des NS-Regimes und seiner Auswirkungen bis heute
  23. AfD-Parteiverbot
  24. Exportstopp deutscher Waffen

Kreative Ideen, wie ihr am Streik teilnehmen oder ihn unterstützen könnt, findet ihr hier

Solidarität kennt keine Quarantäne

Gemeinsam mit anderen Jugendorganisationen in Hamburg haben wir eine Position zu den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie und den Umgang mit deren Folgen verfasst:

#NichtaufunseremRücken!

Wir alle verfolgen die Corona-Pandemie mit größter Aufmerksamkeit. Natürlich ist Anstrengung geboten, die Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung umzusetzen. Nach Möglichkeit versuchen wir jungen und gesunden Menschen auch Unterstützung für Risikogruppen anzubieten. Dies müssen wir weiterhin tun.

Aber auch das politische Leben in unserem Land geht weiter – und wir sehen, dass wie immer die arbeitenden Menschen die Krise auf ihren Schultern tragen. In den sogenannten systemrelevanten Berufen können die Arbeitszeiten durch ein neues Gesetz, welches ohne Zustimmung des Bundestages beschlossen wurde, bis zu 12 Stunden lang werden. Dies betrifft vor allem Pflegepersonal, welches durch das kaputt gesparte Gesundheitssystem sowieso ständig am Limit ihrer Kräfte arbeitet. Diese riesigen Mängel, die durch die Privatisierung des Gesundheitssystems zustande gekommen sind, zeigen sich während der Pandemie deutlich. Mit unserer Gesundheit dürfen keine Profite gemacht werden! Krankenhäuser müssen in öffentliche Hand und ausfinanziert werden! Die unterbezahlten, systemrelevanten Berufe finden jetzt in der Bevölkerung große Anerkennung, doch es darf nicht beim Klatschen bleiben: diese Lage zeigt uns ein für alle Mal, dass gerechter Lohn und mehr Personal nötig sind!

In anderen Bereichen der Wirtschaft zeigt sich die Krise auf andere Art: das Institut für Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass am Arbeitsmarkt bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze „abgebaut“ werden und mehr als 6 Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein könnten. Viele Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz, zahlreiche wurden schon in Kurzarbeit geschickt und können ihre Rechnungen nicht mehr zahlen.

Gleichzeitig zahlen Konzerne weiterhin Dividenden an Aktionäre aus. BMW beispielsweise meldete im März für 20.000 Beschäftigte Kurzarbeit an, möchte auf der Hauptversammlung dieses Jahr jedoch 1,6 Milliarden Euro an Aktionäre auszahlen. Das Geld ist also da, nur nicht für uns!Während die Bundesregierung von einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts von mindestens 5,6% wie in der Wirtschaftskrise 2008/2009 ausgeht, geht das Institut für Wirtschaftsforschung einer Studie vom 22. März 2020 davon aus, dass das BIP um bis zu 20,6% zurückgehen könnte. Diese Zahlen zeigen uns: Wir stehen mitten in einer Wirtschaftskrise, die das gesellschaftliche Leben in unserem Land vollständig verändern wird. Diese Krise hat sich seit Jahren angekündigt und zeigt durch die Pandemie langsam ihr ganzes Ausmaß. Die Maßnahmen der Politik, die dafür sorgen, dass diese Krise nicht von den Konzernen und Banken getragen wird, sondern auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt wird, wären für uns Grund genug, auf die Straße zu gehen und zu protestieren.

Diejenigen, die schon vor der Krise in den prekärsten Lagen steckten, trifft es jetzt jedoch am allerhärtesten. An den EU-Außengrenzen leben in Geflüchtetenlagern tausende Menschen auf engstem Raum, die trotz der sowieso menschenunwürdigen Lage und jetzt noch erhöhtem Risiko durch das Corona-Virus nicht evakuiert und in Sicherheit gebracht werden. Auch für Geflüchtete in Deutschland sieht es nicht besser aus: das Zelt der Gruppe Lampedusa in Hamburg wurde angeblich aus Schutzgründen geräumt, viele Menschen sind ohne Wohnung. Obdachlose und alle Menschen ohne Papiere, die von der Versorgung abgeschnitten sind, brauchen schnelle, unbürokratische Hilfe und sichere Unterbringung.

All dieser Probleme und Missstände wären ein Grund für Protest. Jedoch wird die aktuelle Lage dazu genutzt, unsere Rechte zu beschneiden, die Versammlungsfreiheit wird eingeschränkt. In der allgemeinen Unsicherheit und Vorsicht werden wir dazu gebracht, unser Recht auf Protest aufzugeben. Das dürfen wir nicht tatenlos hinnehmen!

Die heftigen Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Maßnahmen die von den Herrschenden durchgesetzt werden sind zurückzuführen auf das Wirtschaftssystem und die Machtverhältnisse in der Gesellschaft. Mal wieder setzen sich die Interessen der Mächtigen in der Krise gegen die Interessen der breiten Masse durch.

Gerade Kinder und Jugendliche betrifft nun auch die Schließung der Schulen in ihrem Alltag. Beim Lernen zu Hause fallen familiäre unterschiedliche Hintergründe noch einmal besonders ins Gewicht: SchülerInnen können nicht alle auf einen eigenen Arbeitsplatz zu Hause sowie auf Unterstützung durch Eltern hoffen. Auch sind Kinder und Jugendliche während Corona besonders von häuslicher Gewalt betroffen. Dem kann nicht nur individuell begegnet werden, sondern es braucht kollektive Lösungen und Strukturen, benachteiligte Schülerinnen zu unterstützen.

Ähnliches gilt für Studierende und das anstehende Online-Semester: auch hier muss sichergestelltwerden, dass für denjenigen, die nicht in der Lage sind, dem Online-Studium zu folgen, keine Nachteile entstehen. 750.000 Studentinnen und Studenten haben bisher ihre Nebenjobs verloren, Honorarkräften und Lehrbeauftragten bricht durch den Lehrausfall das Einkommen weg. Auch diese müssen insbesondere finanzielle Hilfe erhalten.

Je nach Ausbildungsbetrieb sind auch Azubis von den Corona-Maßnahmen betroffen. Insbesonderein den nicht tarifgebundenen Betrieben werden Azubis zum Teil unbezahlt nach Hause geschickt,illegal in Kurzarbeit gesetzt oder rechtswidrig gekündigt. Ferner sind anstehende Prüfungstermineunklar und Viele wissen nicht, ob sie ihre Ausbildung wie geplant abschließen können. Die Azubis brauchen sofortige finanzielle Hilfe und klare Regeln an die Betriebe. Rechtsschutz und Aufklärungspielen dabei eine große Rolle.

Als Jugendorganisationen in Hamburg sagen wir klar und deutlich, dass wir die Kosten dieser Krise nicht auf unserem Rücken tragen werden – denn es wird wieder die Jugend sein, die mit den Folgen in der Zukunft am meisten zu kämpfen haben wird.

Wir werden solidarisch sein mit allen, die von dieser Krise betroffen sind! Auf die derzeitigen Entwicklungen werden wir reagieren, unser Protest wird nicht aufhören, sondern mit jeder Maßnahme lauter werden.

NICHT AUF UNSEREM RÜCKEN!
#NichtAufUnseremRücken

Wir fordern:

– Gesundheitswesen an Bedarf von Gesellschaft und Beschäftigten auszurichten statt an Profit. Dazusolidarisieren wir uns mit den Forderungen der Hamburger Krankenhausbewegung

– Erhöhung der Transferleistungen, Renten und Übernahme sämtlicher zusätzlicher Kosten, die durchdie Pandemie bei sozial benachteiligten Gruppen entstanden sind- Sofortige Vermögensabgabe

– einen menschenwürdigen Umgang mit Menschen in Not. Dazu solidarisieren wir uns mit derSeebrücke, #leavenoonebehind, und Lampedusa in Hamburg

– die Versorgung aller obdach- und wohnungslosen Menschen sicherzustellen! Dazu solidarisieren wiruns mit der Kampagne #openthehotels