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Moin!

Ich, Liam von der Crulzbande, möchte euch vom IFM Camp 2016 in Reinwarzhofen (Bayern) berichten.

Die Anreise aus Hamburg dauerte 12 Stunden. 12 Stunden in einem Reisebus mit eingeschränkter Beinfreiheit sitzen, anstrengend. Irgendwann, schlief ich dann doch ein und wurde, kurz vor der Ankunft, geweckt. Anschließend hieß es, Zelte einrichten, das heißt Paletten ins Schlaf- und Gepäckzelt stellen und Betten aufbauen. Leider gibt es auf dem Willy-Brandt-Zeltlagerplatz in Reinwarzhofen keine Schaumstoffmatratzen wie auf Föhr. Wir schliefen also auf Isomatten. Später aßen wir als Gruppe gemeinsam und hielten unsere erste Sternstunde. Soweit zur Ankunft.

Der darauf folgende Tag, also der erste Tag nach der Anfahrt, beinhaltete dorfinternes Programm. Nach dem Frühstückt gab es erst einmal Gruppenzeit bis zum Mittagessen. Nach dem Mittag gab es dann Dorfaction. Ziel war es, unser Dorf einzurichten und zu verschönern. Es wurden Sitzgelegenheiten, Regale für das Materialzelt, ein Sonnensegel und eine ca. drei Meter hohe (elektrische) Fackel, die in verschiedenen Farben aufleuchten konnte, gebaut. Währenddessen wurde der erste Dorfrat durchgeführt. Hingegangen sind die Delegierten, die zuvor in der Gruppenzeit gewählt wurden. Nach dem Abendbrot war Freizeit.

Der dritte Tag bot erstmals ein campweites Programm. Unter anderem wurden Workshops zum Thema „Peace & Solidarity“ angeboten. Am selben Tag tagte auch das Stadtparlament das erste Mal. Am nächsten Tag war das Programm wieder dorfintern. Wie zuvor wurde weiter am Dorfplatz gebastelt. Dazu kam unter anderem ein großer Torbogen. Nach dem Mittag kam dann noch die Gliederung aus Katalonien zu unserem Dorf hinzu. Unser Dorf bestand also aus Genoss*innen aus Hamburg, Brandenburg, Dänemark und Katalonien.

Auf dem IFM-Camp wurde zusätzlich noch eine dreitägige Junghelfer*innen-Schulung angeboten. Dort wurden Themen wie: „Was ist der*die perfekte Helfer*in?“, Verschiedene Erziehungsarten, Rechtliche Fragen und die Geschichte der sozialistischen Erziehung behandelt.

Eines meiner Highlights des IFM-Camps war das AMK Konzert. (Für alle die AMK nicht kennen: AMK ist eine HipHop-Gruppe aus Dortmund, die alternativen, antifaschistischen Rap machen.) Das Bergfest hingegen war eher eine Enttäuschung. Abgesehen von dem Basar, der Nachmittags vor der Bühne aufzufinden war, war der Rest des Tages vollkommen normal, schade.

Insgesamt war das IFM-Camp aber eine schöne Zeit! Jeden Tag hat man viele nette Leute aus allen Teilen der Welt kennenlernen dürfen, und in den Workshops hat man viel von einander lernen können.

Freundschaft!
Liam

Das IFM Camp